Chris Bollenbach ist Ihr Landtagsabgeordneter in Bünde, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen und Spenge (Landtagswahlkreis 91 - Herford II). Seine Themen sind die Jugend-, Schul- und Bildungspolitik.
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Chris Bollenbach im Portrait

aus der Zeitung "Stadtgespräch" Februar 2005

Chat
Chris Bollenbach im CDU-Chat

„Eines der größten landespolitischen Themen ist die Bildung“, so Chris Bollenbach. Der selbstständige Handwerksmeister aus Bünde kandidiert für den Landtag. Am 22. Mai wählt Nordrhein-Westfalen. Dann verteilen die Bürger die Sitze im Düsseldorfer Parlament neu. Die CDU hofft auf einen Wahlsieg. Im Wahlkreis Herford II schicken die Christdemokraten den 32-jährigen Kommunalpolitiker aus Dünne ins Rennen.

Zum Wahlkreis gehören Bünde, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen und Spenge. Eigentlich ist dieser Bezirk eine rote Wähler-Hochburg. „Das muss ja nicht immer so bleiben“, meint Bollenbach. Und ergänzt: „Wir haben 1983 bei einer Bundestagswahl den gesamten Wahlkreis gewonnen. Dann überflügelten wir bei der Kommunalwahl 1999 die SPD und auch bei der letzten Wahl gab es für die CDU mehr Stimmen.“ Trotz der Zuversicht bleibt der junge Mann mit beiden Beinen fest auf den Boden. „Den Wahlkreis bei einer Landtagswahl zu gewinnen ist nicht einfach“, so Bollenbach, „aber auch nicht unmöglich.“

Mit der SPD-Abgeordneten Dorothee Danner hat er eine bekannte Gegenkandidatin. Doch der CDU-Kandidat schreckt vor dem Namen nicht zurück. Auch er ist kein unbeschriebenes Blatt. Seit 1993 ist Bollenbach der stellvertretende Vorsitzende der CDU im Kreis Herford. 1994 zog er in den Herforder Kreistag ein. Bei den letzten beiden Kreistagswahlen gewann er seinen Wahlbezirk direkt. 2004 bezwang er sogar den prominenten SPD-Gegenkandidaten und ehemaligen Bürgermeister Gerhard Thees.

Nach seiner Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur, dem Wehrdienst und der Meisterschule wagte Bollenbach im Jahr 2000 den Schritt in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit seinen Eltern führt er einen Handwerksbetrieb. „Ich möchte kein Berufspolitiker bis ins hohe Rentenalter sein“, sagt der 32-Jährige. Dafür mache ihm seine jetzige Arbeit zu viel Spaß. Doch politisch aktiv mitgestalten möchte er. „In den letzten fünf Jahren konnten wir auf Kreisebene einiges bewirken. Das, was wir hier im Bildungsbereich erreicht haben, muss auch landesweit umgesetzt werden. Für mich ist politische Macht nichts Negatives. Sondern mit den richtigen Zielen und Leuten kann man sehr viel Gutes erreichen.“

Dem Vorsitzenden des Kreis-Jugendhilfeausschusses kam die Kandidatur zum Landtag gerade recht. Die aktuelle Jugend-, Schul- und Bildungsdebatte ist sein politisches Steckenpferd. Bereits 1989 war ein Schulthema der Auslöser für seinen Eintritt in die Junge Union, die Jugendorganisation der CDU. Aus eigener Betroffenheit engagierte er sich als Schüler für seine Schule. Zu jener Zeit betrachteten rot-grüne Bildungspolitiker die Realschule als Auslaufmodell. Damals war auch die Bünder Realschule-Nord infrage gestellt. Bollenbach: „Inzwischen hat sich gezeigt, dass Realschulen bei Eltern und Schülern sehr beliebt sind.“

Beim Stichwort Jugendpolitik ist der CDU-Politiker in seinem Element. Es fallen deutliche Worte. „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für die Schüler- und Jugendarbeit. Wir müssen einen Weg finden, mit dem alle freien Träger leben können. Kirche, Rotes Kreuz und andere dürfen nicht in der Schwebe hängen, ob sie nächstes Jahr noch Geld bekommen oder nicht. Da hängen viele Arbeitsplätze dran. Da muss eine Verlässlichkeit her!“

Auch vor heißen Eisen scheut der Unternehmer nicht zurück. „Ich bin dafür, dass Studiengebühren eingeführt werden. Das Geld muss dann aber auch wirklich bei den Hochschulen ankommen!“, so Bollenbach. Die Universitäten sollen besser ausgestattet werden und dies ginge nur über zusätzliche Einnahmen. Die Studiengebühren könnten nach seiner Meinung eine Art Darlehen sein. Erst nach dem Studium, wenn die Absolventen Geld verdienen, müssten sie die Studiengebühren bezahlen.

Stellung bezieht Bollenbach auch zu den über 100 Milliarden Euro Landesschulden. Seiner Ansicht nach sind das viel zu hohe Verbindlichkeiten. „Das bedeutet einen Schuldendienst, also Zins und Tilgung, von umgerechnet 13 Millionen Euro pro Tag. Dafür könnte man zwei neue Schulen oder vier Kindergärten errichten“, erklärt der Handwerksmeister. Eine der wichtigsten Aufgaben sei es, diese Schulden abzubauen. Politik brauche wieder einen finanziellen Spielraum, um die Zukunft zu gestalten. Bollenbach: „Das fängt schon damit an, dass wir unbedingt mehr Lehrer und kleinere Klassen benötigen. Im Moment gibt es dafür kein Geld. Das Land ist finanziell vor die Wand gefahren. Wir müssen eine Kehrtwende schaffen.“ Nach dem 22. Mai würde eine CDU-Landesregierung einen Kassensturz machen, damit für die Bildung mehr Geld verfügbar sei, verspricht der Landtagskandidat.

Nach eigener Aussage sind in seinem Wahlkampteam 20 junge Leute. Sie helfen bei Info-Ständen und Veranstaltungen. Die Feuerprobe haben die Wahlkämpfer bereits bestanden. Bei ersten Aktionen verteilten die Christdemokraten vor Schulen Flugblätter und standen den Menschen Rede und Antwort. Bollenbach: „So wird das auch weiterlaufen. Wir werden beispielsweise mehrmals vor Schulen oder Betrieben sein.“ Außerdem unterstützt ein so genanntes Kompetenzteam den CDU-Kandidaten. Erfahrene Wahlkämpfer aus dem Wahlbezirk erarbeiten Strategien und legen Termine fest. Mit der Webseite www.chris-bollenbach.de ist dem CDU-Team bereits ein medienwirksamer Internetauftritt gelungen.